So rechnet der Wärmepumpen-Rechner
Der Wärmebedarf ergibt sich aus Wohnfläche × spezifischem Bedarf. Die Wärmepumpe braucht dafür Strom in Höhe von Wärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl (JAZ); die Gasheizung Gas in Höhe von Wärmebedarf ÷ 0,92 (realer Jahresnutzungsgrad eines Brennwertkessels). Für die Amortisation zählt nur der Mehrpreis der Wärmepumpe gegenüber einer neuen Gasheizung nach Abzug der Förderung.
Welche Jahresarbeitszahl ist realistisch?
In Feldmessungen des Fraunhofer ISE erreichten Luft/Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden im Mittel Jahresarbeitszahlen um 3 bis 3,5, Erdwärmepumpen um 4. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur: Je niedriger, desto effizienter. Große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung verbessern die JAZ deutlich.
Wie hoch ist die Förderung?
Die KfW zahlt seit 21.07.2026 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus für Selbstnutzer beim Tausch einer fossilen Heizung und einen Einkommensbonus von 10 bis 40 %. Maximal sind 70 % möglich, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € 80 %, jeweils auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten. Alle Details zur Wärmepumpen-Förderung.
Muss ich noch eine Wärmepumpe einbauen?
Nein. Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (in Kraft seit 29.07.2026) gibt es keine 65-%-Pflicht für erneuerbare Energien mehr. Neue Gas- und Ölheizungen müssen aber ab 2029 steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe nutzen, was die laufenden Kosten erhöhen dürfte – das bildet dieser Rechner nicht ab.
Methodik und Quellen: Über uns · Stand der Förderregeln 30.09.2026.